Buchbesprechung: Website Boosting 2.0

Ich habe in den letzten Wochen das Buch „Website Boosting 2.0“ von Mario Fischer gelesen. Um eines vorweg zu sagen: Das Buch ist kein reines SEO-Buch oder wartet mit DEM „Geheimtipp“ auf, wie man mit seiner Website jetzt richtig „durch die Decke geht“ oder die Riesen-Kohle macht.

Vielmehr ist es so, dass der Autor es schafft, ein Buch zu verfassen, welches sich an Entscheider ebenso richtet, wie an die Website-Verantwortlichen in Unternehmen oder auch Webworker und Tekkies in Agenturen etc..  Es wird vor allem häufiger darauf hingewiesen, dass der Erfolg (und natürlich auch der Misserfolg) einer Website von vielen Faktoren abhängig ist und es daher auch eine Vielzahl von Stellschrauben gibt, an denen es sich zu schrauben lohnt. Daher ist auch die Anzahl der Werkzeuge und Methoden recht zahlreich. Mario Fischer schafft es jedoch sehr schön, die verschiedenen Teilbereiche voneinander zu trennen. Daher lässt sich das Buch auch kapitelweise lesen, ohne es linear von vorne nach hinten durch zu arbeiten. Der Autor schafft auch den Spagat zwischen den Zielgruppen, indem er sich nicht zu sehr in Fachsprache bzw. „IT-Sprech“ verliert.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert, wobei sich der erste Teil sich mit dem Online-Marketing beschäftigt, sprich: Wie schaffe ich es, dass mehr Besucher auf die Website kommen und nach Möglichkeit auch dort bleiben und z.B. etwas kaufen. Dabei geht der Rundumschlag bei Newsletter und Banner-Werbung bis zu „Affialiate-Marketing“ und die zunehmende Bedeutung von Social Networks.

Im zweiten Teil wird der Bereich behandelt, der gemeinhin unter den Begriffen Suchmaschinen-Marketing, Suchmaschinen-Optimierung oder auch auf englisch „Search Engine Optimization“ (SEO) gefasst wird. Dieser Teil geht jedoch nicht soweit, dass man nach der Lektüre desselben der „Super-SEO“ ist. Vielmehr geht es Mario Fischer darum, die verschiedenen Aspekte der Suchmaschinen-Optimierung aufzuzeigen und wie man mitunter auch mit kleinen Maßnahmen schon eine (meßbare) Verbesserung im Suchmaschinen-Ranking erreicht.

Der dritte Teil des Buches mag vielleicht ein wenig überraschend sein: Usability. Für mich gehört es allerdings auch in dieses Buch, da es sich, wie bereits oben erwähnt, nicht nur an Tekkies, sondern auch an Entscheider richtet. Die aufgeführten (Negativ-) Beispiele, die übrigens im gesamten Buch auftauchen, bringen einen oftmals zum Lachen, manchmal treiben sie einem auf die Tränen in die Augen bei soviel Dilletantismus. Und die fehlende Besucher-Freundlichkeit mancher Websites trifft sogar Großunternehmen, bei denen doch ein Budget zur Vermeidung der aufgezeigten Fehler vorhanden sein sollte.

Werkzeuge und Tools, die einem helfen sollen, um mehr aus einer Website herauszuholen werden im vierten Teil des Buches vorgestellt. Es werden u.a. Tracking Tools, z.B. Google Analytics, und auch hilfreiche Plugins für den Mozilla Firefox erklärt.

Obwohl ich im Tagesgeschäft zur Zeit weniger mit Publikums-Websites zu tun habe und mich eher im Bereich des „Hidden Web“ bewege, fand ich das Lesen dieses Buches eine echte Bereicherung. Es schadet durchaus nicht, sich auch einmal mit Themen zu befassen, die etwas abseits der täglichen Arbeit liegen. Vor allem das Thema Usability ist ein Thema, bei dem man durch Lektüre auch dieses Buches nicht dümmer wird.

Ich kann daher nur eine Kauf-Empfehlung aussprechen. Das Buch ist ein schöner Einstieg in die oben aufgezählten Themen. Wer sich dann intensiver mit einzelnen Teilbereichen beschäftigen möchte, findet sowohl im Buch selbst, als auch auf der Website zum Buch (im Bereich Links) zahlreiche Links und Literatur-Empfehlungen.

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2 Kommentare zu Buchbesprechung: Website Boosting 2.0

  1. Vielen Dank für das nette Lob zum Buch. Freut mich sehr!
    Gruß,
    Mario Fischer

  2. hugo sagt:

    danke für den bericht… ist zwar nicht mehr ganz aktuell aber ich habs mir grad bestellt. bin schon sehr gespannt.
    hugo

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