Mit ‘Mediengestalter’ getaggte Artikel

Morgen geht’s los

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Morgen ist es soweit: Ich werde meinen ersten Tag als Lehrer bzw. Lehrbeauftragter an der Berufsschule haben. Ich bin gespannt, wie es wird und wie die Klasse ist. Ich werde dort Auszubildende zum Mediengestalter (Schwerpunkt: Non print) unterrichten. Es ist nur eine Klasse, aber alles Azubis, die im Dezember die vorgezogene Abschlussprüfung vor sich haben. Ich werde denen die Inhalte speziell aus dem “Non print Bereich” nahebringen.

Es ist das erste Mal, dass ich als Lehrer an einer Berufsschule tätig bin. Für mich also absolutes Neuland. Seminare vor Entscheidern und Führungskräften habe ich schon häufiger gehalten. Ich bin gespannt, wie es sich mit dieser – für mich neuen – Zielgruppe verhält. Ich werde an dieser Stelle berichten.

Quasseln in der Lehrerfortbildung

Dienstag, 14. Oktober 2008

In Jochen Lüders’ Blog las ich eben einen interessanten Beitrag, wie man das Quasseln von Schülern im Unterricht der gymnasialen Oberstufe unterbinden kann. Da fiel mir ein Erlebnis ein, dass ich vor ein paar Wochen machen durfte: Ich hospitierte bei einer Fortbildung für Lehrer, die an Berufskollegs für Mediengestalter unterrichten. Der Grund, warum ich dabei war, ist, dass ich evtl. demnächst selber solche Fortbildungen geben werde. Aber dazu demnächst vielleicht mehr.

Was mich doch sehr erstaunte, war die Tatsache, dass die anwesenden Lehrer hemmungslos herum quatschten, schwätzten und quasselten, was das Zeug hielt. Es war auch absolut unerheblich, dass ein Referent vor ihnen stand, dessen Aufgabe es war, den anwesenden Lehrern Inhalte zu vermitteln. Und von eben diesen Inhalten hatte die meisten der Anwesenden nicht einen blassen Schimmer. Es wäre also nicht unklug gewesen, auch mal zuzuhören. Was mich aber vielmehr erstaunt hat, mit welcher Selbstverständlichkeit gequatscht wurde und der Seminarleiter stellenweise vollkommen ignoriert wurde. Diesen jedoch habe ich bewundert, denn er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und trug seinen Stoff vor.

Umso mehr musste ich dann bei o.g. Blog-Artikel lachen, als ich den dritten Punkt las:

Zur Wahl stellen, ob sie ihr Aufmerksamkeitsproblem als (fast) erwachsene junge Menschen selber in den Griff bekommen möchten oder ob Du ihnen eine Hilfeleistung geben musst, die ihnen vielleicht nicht gefällt. Wenn sie selber wollen, fragen WIE – bloße Absichtsbekundung ist zu billig.

Vor allem, dass von (fast) erwachsene junge Menschen die Rede ist. Berufsschul-Lehrer sind aber schon erwachsen und sie schaffen es anscheinend auch nicht, mal 90 Minuten am Stück ihren Schnabel zu halten. Ich bin mal gespannt, wie es mir ergeht, wenn ich das erste Mal bei einem Seminar vor Lehrern stehe und ob ich den einen oder anderen Tip aus Jochens Blog vielleicht auch bei Lehrern anwenden kann…