Archiv für die Kategorie ‘Alltäglicher Wahnsinn’

Hotel-Wahnsinn (3a): Nachtrag zum Gomersal Park Hotel, Gomersal, Cleckheaton, UK

Sonntag, 07. März 2010

Letztens hatte ich wieder das zweifelhafte Vergnügen im Gomersal Park Hotel zu übernachten. Dabei konnte ich dieses schöne Foto vom Deckenlüfter im Bad machen:

Staubiger Deckenlüfter im Gomersal Park Hotel

Staubiger Deckenlüfter im Gomersal Park Hotel

Nicht nur, dass ein kompletter Friedhof untergebracht war der komplette Ventilator mit Staub verstopft war verwunderte mich. Auch die Befestigung mit Heißkleber an der abgehängten Decke fand ich recht mutig. So mutig, dass ich nur darauf wartete, dass der Lüfter mir auf den Kopf fällt :-(

Ich bin relevant ;-)

Freitag, 18. Dezember 2009

Unabhängig von der aktuell um die Wikipedia tobenden “Relevanz-Debatte” habe ich heute beim Durchsehen der Logs gesehen, dass sich Besucher über die Wikipedia hierher verirren.

Des Rätsels Lösung: Mein Eintrag über das “estimated e” wird von der Wikipedia im Artikel über die EU-Fertigverpackungsrichtline (Permalink auf die heute aktuelle Version vom 26.10.2009, 12:30) als Quelle genannt. Auch in der englischen (aktuell / Permalink) und in der französischen (aktuell / Permalink) Version wird hierhin verlinkt.

Irgendwie macht es mich ja schon stolz, dass ich hier so relevante Artikel schreibe ;-)

Update 27.03.2010: Auch in der italienischen Version (aktuell / Permalink) wird nun hier her verlinkt :-)

Das böse e

Mittwoch, 02. September 2009

Gestern hat mich ein ganz besonderer Buchstabe in den Wahnsinn getrieben: Das ℮! Nicht das jemand glaubt, e = ℮. Denn wenn man genau hinsieht, dann ist

e ≠ ℮

Es handelt sich nämlich hierbei um das sog. “estimated e” auf Verpackungen. Dieses ist ein Sonderzeichen, welches Windows, Mac und Linux eigentlich unbekannt ist und sich in Word und HTML aber herbei zaubern lässt. Des Rätsels Lösung lautet Unicode: Hier hat das Estimated Symbol die Position 8494 bzw. U+212e und dementsprechend die HTML-Entität ℮ bzw. ℮.

Wenn jetzt dieses “magische e” in einem HTML-Formular eingegeben wird und das Formular in PHP weiterverarbeitet wird, hat man ein Problem. Denn wie ich nach langem Suchen herausfinden konnte, wird dieses magische e bereits vom Browser in die numerische HTML-Entität umgewandelt, bevor der Request an den Server übermittelt wird. Herausfinden konnte ich das im Übrigen mit der genialen Firefox-Erweiterung “Live HTTP-Headers“.

Zurück zu meinem Problem: Es wurde also in einem HTML-Formular dieses böse ℮ eingegeben und diese Eingabe sollte später in einer E-Mail-Benachrichtigung ihren Platz finden. Da bereits der Browser die Umwandlung in eine HTML-Entität durchführte, musste diese nun PHP-seitig wieder rückgängig gemacht werden. Leichter gesagt als getan. Denn eine String-Konvertierung mittels mb_convert_encoding führte nicht zum Ziel. Egal, ob ich nach ISO-8859-1, ISO-8859-15, Windows-1252 oder auch UTF-8 konvertierte, das Ergebnis blieb das gleiche: Aus ℮ wurde ?

Nach Rücksprache mit dem Kunden habe ich dann eines gemacht:

$msg = str_replace('℮','e',$msg);

Da das ℮ kaum von einem normalen e zu unterscheiden ist, steht zukünftig ein normales e in den Benachrichtigungs-Mails geschrieben.

Die letztendliche Implementierung hat nicht lange gedauert. Die Suche, warum sich das ℮ so seltsam verhält, allerdings über zwei Stunden :-(

Es auf kann einem Senkel gehen…

Dienstag, 01. September 2009

… oder auch nicht. Auf jeden Fall gibt es Menschen, wie Ian Fieggen, denen es anscheinend ganz schön auf den Senkel geht, wenn der Schnürsenkel aufgeht. Zumindest ergab sich für Ian daraus der Grund, eine wirklich einzigartige Website dem/n Schnürsenkel/n und dem Zubinden der Schuhe zu widmen.

Ich gehe mir dann erstmal die Schuhe binden ;-)

Petition gegen Internet-Zensur (II)

Samstag, 09. Mai 2009

Nachdem die Petition gegen Internet-Zensur die magische Zahl von 50.000 Mit-Unterzeichnern in der Nacht zum Freitag überschritten hat (aktueller Stand 64173 Mitunterzeichner) hat sich unser Bundes-Wirtschaftsminister zu Guttenberg in der Tagesschau betroffen darüber gezeigt,

dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben

Nur hat Herr zu Guttenberg mal wieder (wie natürlich auch seine Minister-Kollegin von der Leyen) etwas nicht grundsätzlich verstanden oder ignoriert wie “Zensursula” die Realität.

Die Hintergründe zur Äußerung des Wirtschaftsminister in der Tagessschau gibt es bei Spreeblick. Und diesem Artikel habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

via Lawblog.

Ach so: Es gibt jetzt auch das (kostenlose!) Zensursula-T-Shirt!

via oldschool und hostblogger.

Petition gegen Internet-Zensur

Dienstag, 05. Mai 2009

Es gibt eine Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internet-Seiten. Zur Zeit sind es bereits über 16.600 Mitunterzeichner, die diese Petition unterstützen. Ich habe auch schon mit unterzeichnet und bitte Euch, es auch zu tun. Die Petition läuft noch bis zum 16.06.2009.

Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten

Via Hostblogger, edge0815 und Shopblogger

Gedanken zum Welttag des Buches

Donnerstag, 23. April 2009

Heute ist der Welttag des Buches. An und für sich noch kein besonders bloggenswertes Ereignis. Auch wenn mir Gedenk- und Aktionstage sonst eher am Ar gleichgültig sind, habe ich mir ein paar Gedanken zu Büchern und zum Lesen im Allgemeinen gemacht.

(weiterlesen…)

Quasseln in der Lehrerfortbildung

Dienstag, 14. Oktober 2008

In Jochen Lüders’ Blog las ich eben einen interessanten Beitrag, wie man das Quasseln von Schülern im Unterricht der gymnasialen Oberstufe unterbinden kann. Da fiel mir ein Erlebnis ein, dass ich vor ein paar Wochen machen durfte: Ich hospitierte bei einer Fortbildung für Lehrer, die an Berufskollegs für Mediengestalter unterrichten. Der Grund, warum ich dabei war, ist, dass ich evtl. demnächst selber solche Fortbildungen geben werde. Aber dazu demnächst vielleicht mehr.

Was mich doch sehr erstaunte, war die Tatsache, dass die anwesenden Lehrer hemmungslos herum quatschten, schwätzten und quasselten, was das Zeug hielt. Es war auch absolut unerheblich, dass ein Referent vor ihnen stand, dessen Aufgabe es war, den anwesenden Lehrern Inhalte zu vermitteln. Und von eben diesen Inhalten hatte die meisten der Anwesenden nicht einen blassen Schimmer. Es wäre also nicht unklug gewesen, auch mal zuzuhören. Was mich aber vielmehr erstaunt hat, mit welcher Selbstverständlichkeit gequatscht wurde und der Seminarleiter stellenweise vollkommen ignoriert wurde. Diesen jedoch habe ich bewundert, denn er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und trug seinen Stoff vor.

Umso mehr musste ich dann bei o.g. Blog-Artikel lachen, als ich den dritten Punkt las:

Zur Wahl stellen, ob sie ihr Aufmerksamkeitsproblem als (fast) erwachsene junge Menschen selber in den Griff bekommen möchten oder ob Du ihnen eine Hilfeleistung geben musst, die ihnen vielleicht nicht gefällt. Wenn sie selber wollen, fragen WIE – bloße Absichtsbekundung ist zu billig.

Vor allem, dass von (fast) erwachsene junge Menschen die Rede ist. Berufsschul-Lehrer sind aber schon erwachsen und sie schaffen es anscheinend auch nicht, mal 90 Minuten am Stück ihren Schnabel zu halten. Ich bin mal gespannt, wie es mir ergeht, wenn ich das erste Mal bei einem Seminar vor Lehrern stehe und ob ich den einen oder anderen Tip aus Jochens Blog vielleicht auch bei Lehrern anwenden kann…

Google Street View in Köln (2 1/2): Der gedruckte Artikel des Kölner Stadtanzeigers

Samstag, 30. August 2008

Nachdem ich mich hier schon über den Online-Artikel des Kölner Stadtanzeigers über die Google Street View-Fahrzeuge in Köln ausgelassen habe, liegt mir jetzt auch der gedruckte Artikel dank Marion vor:

Ausriss aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 28.08.2008

Google Street View in Köln (2)

Donnerstag, 28. August 2008

Nachdem ich vor knapp zwei Wochen hier bereits berichtet habe, dass ich ein Fahrzeug von Google mit dem “Street View-typischen” Kameramast in Höhe des Autobahnkreuzes Köln-Ost gesichtet habe, schreibt auch der Kölner Stadtanzeiger über dieses Thema. Was an und für sich erfreulich ist, ist auf den zweiten Blick nicht mehr so toll. Denn der Autor Tim Stinauer scheint die Story recht schnell zusammen “genagelt” zu haben. Beispiele? Gerne:

Ein Zitat im Artikel lautet:

„Habe eben einen schwarzen Opel am Autobahnkreuz Köln-Ost beobachtet“, meldet einer.

Den einzigen Hinweis, dass über die Google-Fahrzeuge am AK Köln-Ost berichtet wurde, ist mein o.g. Posting vom 14.8.2008. Daher darf ich ausgehen, dass hier ich wohl zitiert werde. Ich habe aber tatsächlich geschrieben:

“Der Wagen fuhr am Autobahnkreuz Köln-Ost auf die A4 Richtung Olpe auf, während ich auf gleicher Höhe war”

Ich würde mir wünschen, wenn ich schon (auch noch anonym – was auch schon schlechter Stil ist) wörtlich zitiert werde, dann bitteschön auch korrekt. Ansonsten bitte in indirekter Rede. Das sollte eigentlich schon jeder Schülerzeitungs-Schreiber beherrschen!

Noch ein Schnitzer gefällig? Bitte sehr:

In Internetforen berichten Kölner, wo ihnen die seltsamen Fahrzeuge zuletzt aufgefallen sind.

Dann folgt noch ein Satz und dann das oben zitierte falsche Zitat. Seit wann sind Blogs “Internetforen”? Aber anscheinend muss man es im sog. “Qualitätsjournalismus” nicht immer so genau nehmen. Schließlich erscheint im Dumont-Verlag neben dem KStA auch das Boulevard-Blatt, das mehr als vier Buchstaben im Titel trägt.

Nachtrag 13:00:

Der Jubler

„Hahaaa, ich stand gerade ganz lange vor nem streetview auto in köln. mal sehen ob ich wenns soweit ist, auch zu sehen bin.“

stammt auch nicht aus einem Internetforum, sondern von Hakan Yilmaz aus seinem Blog.

Ich gehe daher davon aus, dass der Autor in keinem einzigen Internetforum war, sondern einfach die ersten Treffer von Google genommen hat und dies sind halt alles Blogs. inkl. dem Google Watch Blog.